Doppeltes Jubiläum in Evian gefeiert

30 Jahre Karneval in Evian / 50 Jahre Städtepartnerschaft

Anlässlich eines doppelten Jubiläums begab sich eine große Abordnung der Neckargemünder Karnevalsgesellschaft (NKG) am letzten Februar-Wochenende in die Partnerstadt Evian-les-Bains am Genfer See: In Evian feierte der dortige Karneval sein 30-jähriges Bestehen und das im Jahr des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen der französischen Touristenmetropole und Neckargemünd. Trotz einigen krankheitsbedingten Ausfällen brachen immerhin 24 Aktive und Freunde des Karnevals mit dem Mayer-Bus am Freitag auf, darunter nicht weniger als acht ehemalige oder amtierende Gemeinderäte aus allen Fraktionen, die sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten, Völkerfreundschaft an der Basis in friedlicher Ausgelassenheit zu erleben.

Bei der Eröffnung des Jubiläums-Umzugs in Evian standen die Neckargemünder im Mittelpunkt: Thomas Muley (1. Vorsitzender der NKG), Josiane Lei (Bürgermeisterin von Evian), Alain Portier (Organisationsleiter des Karnevals in Evian), Thomas Schmitz (NKG) und Susanne Konrad (Sitzungspräsidentin der NKG). Foto: privat

Die bestens aufgelegten Neckargemünder, die „ihren“ Aschermittwoch eigentlich schon hinter sich hatten, konnten sich am Freitagabend auf der Narrenparty im Zentrum des Evianer Karnevalstreibens, dem „Palais des Festivités“, wieder an das ausgelassene Feiern akklimatisieren. Am Samstagmorgen, während die Guggenmusiken und Sambagruppen bereits die Stadt eroberten, erfuhr die Neckargemünder Delegation bei einer kleinen Stadtführung, organisiert von Thomas Schmitz und Joachim Bergsträsser in ihrer Doppelfunktion als Vorstände des Partnerschaftsvereins, manches Wissenswerte über die traditionsreiche Kurstadt mit ihrem weltberühmten Mineralwasser. Unter anderem wurde auch der „Neckargemünder Garten“ aufgesucht, in dem seit 30 Jahren eine Steinskulptur aus Odenwälder Sandstein steht.

Impressionen von der Stadtführung und dem Umzug in Evian am 29. Februar. (Fotos: privat)

Bei der Eröffnung des Umzugs hob der Organisationsleiter aus Evian, Alain Portier von „Léz’Arts de la fête“, hervor, dass der Karneval in Evian ohne den Karneval in Neckargemünd nicht existieren würde. Man habe sich die Traditionen aus Deutschland zum Vorbild genommen, etwa die Eroberung des Stadtschlüssels, den er als riesiges Exemplar mit sich führte. Er bedankte sich sehr herzlich für die jahrzehntelange Verbundenheit mit der NKG und trug zur Feier des Jubiläums alle NKG-Jahresorden um den Hals, die er in dieser Zeit erhalten hatte. NKG-Vorsitzender Thomas Muley und NKG-Sitzungspräsidentin Susanne Konrad ließen es sich nicht nehmen, ihm auch den diesjährigen Orden zu verleihen, der passender Weise das Thema 50 Jahre Städtepartnerschaft Neckargemünd-Evian zeigt. Auch Evians Bürgermeisterin Josiane Lei und der Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses Henri Gateau wurden mit dem wertvollen Jahresorden geehrt.

Die Neckargemünder Gruppe kurz vor Beginn des Umzugs. Foto: privat

Dann ging es schon hinein in den prachtvollen Umzug mit 10 Musikkapellen, 13 Motivwagen, 5 Tanzgruppen und zahlreichen beteiligten Vereinen und Organisationen. Direkt hinter der Neckargemünder Gruppe folgte die große Konfettikanone, die die Tausende von Zuschauern am Zugweg in einen weißen Regen aus Papierschnipseln tauchte und bis in die oberen Stockwerke der angrenzenden Häuser und Hotels reichte. Die Neckargemünder sangen Karnevalslieder und auch das Badnerlied, riefen HAJO und verteilten (als einzige) Süßigkeiten an die Kinder, die Neckarsternchen tanzten zur Freude der Zuschauer und zeigten Rad und Spagat. Zum Glück setzte der angekündigte Regen erst ein, als der Umzug schon in Auflösung begriffen war.

Am Abend brachte dann ein großer Maskenball mit einer hervorragenden Showband die vielen hundert bunten Narren in einen wahren Fastnachtsrausch und es wurde bis weit in den frühen Morgen hinein ausgelassen getanzt. Erst als die städtischen Kehrmaschinen das Konfetti auf den Straßen (letztlich erfolgreich) zu entfernen versuchten, kamen die letzten Partygäste aus der Halle. Bei der Abfahrt der Neckargemünder Gruppe schien dann wieder die Sonne und setzte die Landschaft mit Bergen und See derart herrlich in Szene, dass manch eine/r aus dieser lieblichen Stadt gar nicht mehr wegwollte. Die Bilanz dieses rundum gelungenen Ausflugs: Wir kommen wieder!

Text: Thomas Schmitz

Fotos: NKG, privat

Die Neckargemünder Gruppe kurz vor Beginn des Umzugs. Foto: privat

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